Wartung von Ihrer Photovoltaikanlage und Solarthermieanlage

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Wartungsbedarf von Photovoltaikanlagen

Oft heißt es, dass der Wartungsbedarf von Photovoltaikanlagen eher als gering eingestuft wird. Dies ist auch grundsätzlich nicht falsch. Jedoch gänzlich ohne eine Überprüfung und Wartung Ihrer Photovoltaikanlage kommt diese leider nicht aus.

Gerade für den Brandschutz ist es unerlässlich, in regelmäßigen Abständen, die Verkabelung auf Beschädigungen (Nagetierbissen, Abschürfungen) gründlich zu überprüfen. Eine Beschädigung kann bei den bis zu 1000V Spannung führenden Solarkabeln schnell zu einen Brand führen und somit zu einer erheblichen Beschädigung des Objektes führen.

Jedoch müssen bei einer Wartung nicht nur die Solarmodule und deren Verkabelung überprüft werden, sondern auch das Montagesystem, der Wechselrichter und ggf. der Batteriespeicher überprüft werden.

Solarmodule

Die Wartung der Photovoltaikmodule sind in der Tat sehr gering, neben dem korrekten Sitz der Befestigungen wird hier auf Beschädigungen der Glasoberfläche oder der Anschlussbox geschaut. Da hier keine "drehenden" Teile existieren, ist der Instandhaltungsaufwand hier sehr gering. Auf der anderen Seite sind die Solarmodule jeglicher Witterung ausgesetzt, dies bedeutet das die wettertechnische Belastung hier sehr hoch ist. Neben extremer Hitze im Sommer, sind Module häufig großen Belastungen durch hohen Schneedruck ausgesetzt, welcher die Module zerstören können.

Aus diesem Grund sollten Photovoltaikmodule, etwa durch eine halbjährliche Sichtprüfung, auf Beschädigungen überprüft werden. Hierbei geht es vor allem darum das folgende Punkte abgearbeitet werden:

  • Dichtigkeit und Unversehrtheit der Module
  • Verschmutzungen, Verspannungen in der Befestigung
  • die Bildung von Hot Spots und ähnliche Punkte.

Für die Überprüfung der Solarmodule nutzen wir modernste Technik wie z.B. die Sichtprüfung mittels Drohne mit normaler und mit Wärmebildkamera, um schnell defekte Module zu lokalisieren und so Ertragseinbußen zu minimieren.

Drohne im Flug

Das Thema Reinigung der Solarmodule wird auf der folgende Seite behandelt: Reinigung.

Verkabelung

Auch wenn die Solarkabel den Witterungseinflüssen nur zum Teil ausgesetzt sind, unterliegen sie trotzdem auch den wettertechnischen Belastungen. Selbst wenn die Kabel für den Außeneinsatz konzipiert und produziert wurden, sollten diese dennoch regelmäßig – auch hier empfehlenswert halbjährig – überprüft werden. Die MC4-Steckverbindungen zwischen Modulen sollten ebenfalls auf Unversehrtheit der Kabelummantelung kontrolliert werden.

Wechselrichter

Wechselrichter sind deutlich weniger robust gebaut als die Photovoltaikmodule. Dabei spielt auch die Lebensdauer der Wechselrichter eine Rolle, die je nach Wechselrichter bei durchschnittlich zwischen 10 und 20 Jahre liegt. Der höhere Wartungsbedarf ist hier essentiell.

Neben der Kontrolle der Softwareversionen und einem eventuell erforderlichen Update, ist hier auch eine Überprüfung der Steckverbindungen zwischen den Solarkabeln und dem Wechselrichter, sowohl auf der Gleichstrom- (DC) wie auch der Wechselstromseite (AC) notwendig. Ein täglicher Blick auf den Wechselrichter zeigt sofort, ob eine Störung vorliegt.

Wir bieten Ihnen auch Fernwartungen in unserem Wartungsvertrag an. Hierbei wird täglich Ihre Anlage von unserer Zentrale überprüft und überwacht. Bei aufkommenden Störungen können wir Sie sofort kontaktieren und so schnell reagieren! Weniger Ausfalltage der Anlage bedeuten mehr hier Ertrag!

Stromzähler - 2Wege-Zähler

Ist der Stromzähler im Besitz des Anlagenbetreibers, muss dieser regelmäßig geeicht werden. Eine Überprüfung des Zählers ist hier auch im eigenen Interesse da sonst die Einspeisevergütung in Gefahr ist. Ist der Zähler aber Eigentum des Netzbetreibers, dann fallen sowohl Wartung als auch Eichung in Verantwortungsbereich des Netzbetreibers (Stadtwerke). Zur eigenen Statistik sollten regelmäßig (1 x monatlich) die Zählerstände protokolliert werden. Intelligente Messsysteme können Sie hier einfach und Intuitiv unterstützen.

Das Photovoltaik Montagesystem

Das Montagesystem ist maßgeblich für die Sicherheit der Ihrer Photovoltaikanlage verantwortlich. Deshalb sollte auch mindestens halbjährig neben der Kontrolle der Module auch eine Sichtkontrolle des Montagesystems erfolgen. Durch starke Windbelastungen können sich am Montagesystem, Klemmen oder Schraubverbindung lockern, die die Sicherheit der gesamten Anlage gefährden. Das Montagesystem muss also auch in die Wartung eingeschlossen werden.
Gerne beraten wir Sie zu diesem Thema persönlich und unterbreiten Ihnen ein unverbindliches Angebot

Wartung Ihrer Solarthermieanlage

 
Eine solarthermische Anlage hat oft eine Lebensdauer von mindestens 25 Jahren, sehr häufig funktioniert diese auch noch nach 30 Jahren des Betriebes problemlos, selbst, wenn nach dieser Zeit kleinere Leistungseinbußen zu verzeichnen sind. Solarthermieanlagen gelten als wartungsarm, zur Sicherung der Effizienz und ihrer Betriebssicherheit ist eine regelmäßige Wartung sinnvoll und empfehlenswert 

Gesetzlich wurde keine Regelung zur Anlagenwartung vorgeschrieben, so wie bei herkömmlichen Heizsystemen, eine regelmäßige Wartung der Solarthermieanlage sollte im Interesse des Betreibers aber trotzdem regelmäßig durchgeführt werden.

Störungen durch falschen Anlagenbetriebsdruck

Der Betriebsdruck einer Solarthermieanlage wirkt sich durch die unterschiedlichen Temperaturen im System immer unterschiedlich aus. Zum Ausgleich des Betriebsdruckes wird durch das Membran-Ausdehnungsgefäß ausgeglichen. Bei der Befüllung der Anlage liegt die Temperatur der Betriebsflüssigkeit bei rund 20 Grad Celsius, bei Temperaturen um 80 Grad Celsius steigt der Betriebsdruck deutlich an. Der Anlagendruck richtet sich dabei nach der Höhe der Anlage, sowie dem benötigten Vor-Druck für das Membran-Druckauslegungsgefäß (MAG). Über das Manometer lässt sich der aktuelle Betriebsdruck ablesen.

Druckabweichungen nach oben sind in der Regel vollkommen normal, Druckabfälle jedoch stellen durchaus ein Problem dar, da ein verminderter Druck zu Unterbrechungen des Solarkreisflüssigkeitsstroms und damit unweigerlich zu Leistungseinbußen oder einem Komplettausfall führen kann. Hier sollte nun sofort mit der Fehlersuche begonnen werden. Die Gründe sind häufig undichte Stellen innerhalb des Druckystems, die es schnellstens zu finden und auszubessern gilt.

Zustand der Solarflüssigkeit stets im Blick behalten

Die Solarflüssigkeit ist ein Flüssigkeitsgemisch aus Wasser, Glykol (Frostschutz) und einem Korrosionsschutz. Diese dient als Wärmeträger und wird mittels Umwälzpumpe durch das komplette System vom Kollektor bis hin zum Wärmetauscher und wieder zurückgeleitet.

Der Frost- und Korrosionsschutz ist nicht mehr sichergestellt wenn die Kühlflüssigkeit „gekippt“, also Wärmeträgerflüssigkeit schlecht geworden ist. Die Alterung der Flüssigkeit im Laufe der Betriebszeit ist dabei vollkommen normal, Ein vollständiger Wechsel der Wärmeträgerflüssigkeit sollte nach etwa 10 bis 12 Jahren erfolgen, Es kann aber durchaus auch eher fällig werden. Etwa dann, wenn der Alterungsprozess der Flüssigkeit durch Überhitzungen oder Oxidation beschleunigt wurde.

Der Frostschutz sollte bis -25°C sichergestellt sein, was mit Hilfe eines Refraktometers bestimmt werden kann.

Regelmäßiges überprüfen der Solarflüssigkeit beugt ausfällen vor

Der pH-Wert der Solarflüssigkeit sollte mindestens 7 betragen und lässt sich, wie auch der Frostschutzwert, mit Hilfe von geeigneten Messgeräten kontrollieren. Auch ein stechender Geruch oder eine Braunfärbung sind Anzeichen für eine "gekippte"  Wärmeträgerflüssigkeit. Liegt der pH-Wert unter dem Mindest-pH-Wert von 7, so ist das ein Zeichen für eine schlecht gewordene Solarflüssigkeit, die umgehend gewechselt werden sollte.

Nach dem Ablassen der alten Kühlflüssigkeit muss die Anlage jedoch zunächst mit klarem Wasser gespült werden, um verbliebene Schmutzpartikel zu entfernen und einen guten Durchfluss sicherzustellen. Auf eine korrekte Entlüftung nach der neuerlichen Befüllung ist ebenfalls zu achten, da Restluft zu Störungen der Anlage führen kann.

Reinigung und Sichtprüfung der Solarkollektoren

Eine regelmäßige (jährliche) Sichtprüfung der Kollektoren ist empfehlenswert. Verschmutzungen der Solarkollektoren führen unweigerlich zur Beeinträchtigung der Durchlässigkeit der Glasabdeckung, die Folge, Leistungseinbußen in erheblichem Ausmaß sind möglich. Sind die Kollektoren stark verunreinigt, sollten diese im Hinblick auf die Ertragssicherung eine Reinigung unterzogen werden.

Leistungseinbußen treten aber auch durch Schäden an der Wärmedämmung (Alterung, Tierverbiss, Vogelpicken) auf und sollten während der Sichtprüfung ebenfalls überprüft werden.

 
Gerne beraten wir Sie zu diesem Thema persönlich und unterbreiten Ihnen ein unverbindliches Angebot